Förderbescheid für Machbarkeitsstudie übergeben

Gruppe von Personen in Innenraum vor Fenster mit Schnee draußen, eine Person hält eine Urkunde, daneben Roll-up mit Logo und Text 'Zukunftsregion 4 Klima'

Bad Zwischenahn soll einen digitalen Marktplatz bekommen

Wer in Bad Zwischenahn online eine Unterkunft buchen, ein schönes Restaurant finden oder eine Konzertkarte kaufen möchte, muss hierfür zurzeit noch auf diverse Internetseiten gehen. Damit Gäste und Einheimische sich die aufwendige Suche künftig sparen können, möchten die Bad Zwischenahner Touristik GmbH (BTG), die Gemeinde Bad Zwischenahn und der Park der Gärten (PdG) einen digitalen Marktplatz an den Start bringen, bei dem alle Angebote in einer App gebündelt sind.

Mit der Übergabe einer Förderung für eine Machbarkeitsstudie in Höhe von 35.000 Euro durch die „Zukunftsregion4Klima“, der die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Vechta angehören, wurde nun ein erster wichtiger Schritt vollzogen. Dabei stammen 20.000 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen, mit dem die Niedersächsische Staatskanzlei aus Mitteln des europäischen Strukturfonds Landkreise und kreisfreie Städte bei der gemeinsamen Bewältigung wichtiger Zukunftsaufgaben unterstützt, und 15.000 Euro aus dem eigens eingerichteten kommunalen „Zukunftsfonds“ der vier Landkreise.

„Die Digitalisierung nimmt in unserem neuen Tourismuskonzept eine wichtige Rolle ein und ist eines der Zukunftsthemen. Wir sind ein touristisch geprägter Ort und müssen uns kontinuierlich weiterentwickeln, um attraktiv zu bleiben. Daher freut sich die Gemeinde über die Förderung“, sagte Bürgermeister Henning Dierks, der sich auch bei BTG- und PdG-Geschäftsführer Christian Wandscher dafür bedankte, das Projekt initiiert zu haben. „Ohne Förderungen könnten wir viele Projekte nicht umsetzen“, betonte der Bürgermeister deren besondere Bedeutung.

„In den vier Landkreisen gibt es schon viele Ansätze in diese Richtung, aber jeder macht das ein bisschen für sich. Darum wollen wir unseren Digitalen Marktplatz als touristischer Vorreiter beispielhaft und ganzheitlich für die Region entwickeln, damit alle davon profitieren können“, erklärte Christian Wandscher, der sich ebenfalls bei Marvin Leck aus dem Regionalmanagement  „Zukunftsregion4Klima“ für die Unterstützung bedankte, das Projekt auf den Weg zu bringen. Die anderen Landkreise haben die Übertragbarkeit und den Wert gesehen“, erklärte Marvin Leck, warum das Projekt gefördert wird. „Die Machbarkeitsstudie bringt die Region insgesamt voran“.

„Es ist ein ausgesprochenes Pilotprojekt mit Modellcharakter und großer Innovationskraft“, sagte Nikolaus Janßen, Landesbeauftragter des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) im Bereich Weser-Ems. „Dass der Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Betrachtung der Kundinnen und Kunden liegt, ist der Charme an der Sache.“ Woanders müsse man sich bei einem Besuch auf Tipps von Bekannten verlassen oder im Internet recherchieren. In Bad Zwischenahn soll man zukünftig auf dem digitalen Marktplatz dagegen alles auf einen Blick erfahren, was man wissen muss.

In diesem Zusammenhang ergänzte Christian Wandscher, dass von dem Projekt nicht nur Gäste profitieren sollen, die aus der Ferne anreisen: „Der digitale Marktplatz bringt auch Bad Zwischenahnern und anderen Menschen aus der Region etwas. Außerdem wird die Entbürokratisierung, von der heutzutage so viel gesprochen wird, damit sichtbar gemacht. So sehen die Bürgerinnen und Bürger, welche Vorteile die EU bringt und dass diese auch bei ihnen ankommen.“

Zu den Förderungen der „Zukunftsregion4Klima“ steuern die Gemeinde Bad Zwischenahn, die BTG und der PDG weitere 15.000 Euro bei, so Christian Wandscher weiter. Mit den insgesamt 50.000 Euro sind die Kosten für die Machbarkeitsstudie gedeckt. Er hoffe, dass bis Ende 2026 alle Akteure und Informationen aus der Gemeinde zusammengeführt werden können, damit die Umsetzung des digitalen Marktplatzes dann ausgeschrieben werden kann, für die wiederum Fördergelder akquiriert werden sollen, sagt der BTG- und PdG-Geschäftsführer: „Unser Ziel ist es, dass die App im Jahr 2030 online geht, vielleicht klappt es aber auch schon 2028/29. Das hängt jedoch auch von den beteiligten Akteuren und der Fördervergabe ab.“

Bildunterschrift: Bei der Förderbescheidübergabe (v.l): Marvin Leck (Regionalmanagement der Zukunftregion4Klima), Hendrik Lehners (Leiter des Amtes für Umwelt- und Klimaschutz des Landkreises Ammerland), Katrin Robke (Wirtschaftsförderung im Bereich Tourismus beim Landkreis Cloppenburg), Dr. Benedikt Beckermann (Bau- und Umweltdezernent des Landkreises Vechta), Dennis Stoffers (Leiter des Online-Marketings bei der BTG), Dr. Thomas Jürgens (Bau- und Umweltdezernent des Landkreises Ammerland), Henning Dierks (Bürgermeister der Gemeinde Bad Zwischenahn), Christian Wandscher (Geschäftsführer der BTG und des PdG) und Nikolaus Jansen (Landesbeauftragter des Amtes für regionale Landesentwicklung im Bereich Weser-Ems).