Urlaub planen

Danke für Ihre Empfehlung!

Boßeln und Klootschießen

  • Das Boßeln - Sport und Tradition

Das Klootschießen und das Boßeln sind typisch norddeutsche Sportarten. Insbesondere das Boßeln wird nicht nur als Vereinssport, sondern auch in geselliger Runde häufig in Verbindung mit einer Kohltour ausgeübt.

Woher stammt diese Tradition? Ihr Ursprung liegt vor ungefähr 2000 Jahren. Zu dieser Zeit setzten Friesen Klooten (plattdeutsch = Erdklumpen) als Verteidigungswaffe gegen die Römer ein. Dazu formten sie aus feuchter und anschließend gehärteter Erde handliche Kugeln, mit denen sie ihre Gegner bewarfen.

Im Laufe der Zeit wurden die Klootkugeln nicht mehr zur Verteidigung, sondern zur Austragung von Wettkämpfen genutzt - Mann gegen Mann, Dorf gegen Dorf.
In Ostfriesland und Oldenburg wird zwischen dem ursprünglichen Klootschießen, das auf dem Feld ausgetragen wird, und dem Straßenboßeln unterschieden. Letzteres ist eine weitaus jüngere Sportart, für die zudem andere Kugeln benutzt werden.
 
Die Spielregeln:
Beim Klootschießen treten immer zwei Parteien gegeneinander an, dabei werfen beide Parteien eine Kugel in fortlaufenden Bahnen über hartgefrorene Wiesen. Daraus erklärt sich auch, dass diese Sportart nur im Winter ausgeübt wird. Es hat am Ende die Partei gewonnen, deren Kugel zuerst ein vorher bestimmtes Ziel erreicht oder nach einer vorher bestimmten Anzahl von Würfen am weitesten vorne liegt.
Beim Boßeln ist der Spielgedanke derselbe, nämlich mit jedem Wurf eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Anders als das Klootschießen, ist das Boßeln witterungsunabhängig, da es auf Straßen beziehungsweise befestigten Wegen ausgeübt wird. Mit im Gepäck ist immer eine spezielle Stange, mit der die entflohenen Boßelkugeln wieder aus den Gräben gefischt werden können.

Möchten Sie regelmäßig über Neues informiert werden?

Haben Sie Fragen oder Wünsche? Wir beraten Sie gern persönlich.

Telefon (04403) 61 - 159