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Eine Führung durchs Moor

  • Grundschulklasse im Moor
  • Mit der Wünschelrute durchs Moor
  • Kinder bewundern Torfsoden

Nun bin ich seit knapp zwei Monaten als Praktikantin bei der Bad Zwischenahner Touristik und es wurde Zeit, dass ich endlich das bekannte Kayhauser Moor kennenlernte.
Beauftragt, um ein paar schöne Fotos zu machen, nahm ich am 1. Oktober an einer Führung durchs Moor teil.
Der Moorexperte und Gästeführer Herbert Wehmhoff hatte die Grundschulklassen 4a und 4b der Erwin-Roeske Grundschule aus Bad Zwischenahn zu Besuch um uns das Thema Moor ein wenig näher zu bringen.
Bei eisigen 6 Grad aber strahlendem Sonnenschein ging es mit 35 Kindern, wie man es von früher kennt, in zweier Reihen zum ersten Halt, einer Informationstafel rund um das Thema Moor.
Das „Schwarze Gold“, wie es gerne genannt wird, diente damals wie heute als Heilmittel und wird nach der Verwendung für Moorbäder und vieles mehr über eigens verlegte Pipelines zurück ins Abbaugebiet geleitet, um sich in Moorbecken wieder zu renaturieren.
Das 32 ha große Hochmoorgebiet dient jedoch auch als Lebensraum für viele gefährdete Tierarten, wie z.B. den Moorfrosch oder die Bekassine, der „Vogel des Jahres 2013“.
Auch die Pflanzenvielfalt ist einzigartig, so findet man im Kayhauser Moor z.B. den Sonnentau oder den Faulbaum. Die typische Moorpflanze Sonnentau ist eine fleischfressende Pflanze, die sich von Insekten ernährt. Der Faulbaum hat seinen Namen von dem Geruch seiner Rinde, denn diese hat einen leichten Fäulnisduft. Aus dem Strauch des Faulbaums wurde früher Kohle für Schießpulver gewonnen und aus der Rinde machte man Abführmittel.

Anschließend ging es auf dem rund eineinhalb Kilometer langen Rundweg zur ersten niedersächsischen „Bodenstation Moor“.  Hier konnten wir an einer gerade abgestochenen Moorwand die zum Teil 7000 Jahre alten Schichten des Moores bewundern.

Damit die Kinder den Torf nicht nur sehen, sondern auch fühlen und riechen konnten, gab es für jeden beim „traditionellen Torfgraben am Spitt“ ein Stück Torf zum Kneten oder Herumzeigen mit nach Hause.
Doch das Highlight war das anschließende „Torfsoden“ essen. Denn Herr Wehmhoffs Frau backt für jede Führung frischen „Torfsoden“ zum Probieren.

Gut gestärkt ging es abschließend zur spannendsten Frage über das Moor – was hat es mit der Moorleiche im Kayhauser Moor auf sich? Denn vor 90 Jahren wurde hier ein grausiger Fund gemacht…

Aber ich möchte ja nicht alles vorweg nehmen und lasse diese Frage für Ihren nächsten Besuch im Moor offen :-).
Die letzte offizielle Führung findet am Freitag, den 25. Oktober statt, bevor die neue Saison im April 2014 wieder startet. Für eine Anmeldung oder Informationen zu privaten Führungen wenden Sie sich an die Kurverwaltung unter Tel. 04403 61159.   

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